
„The Circle of Nature“
Meine Theaterinszenierung „The Circle of Nature“ ist eine persönliche Interpretation des Dramas „Der Tod des Empedokles“ von Friedrich Hölderlin, das als erstes Umweltdrama gilt. Die Aufführung hat eine Spieldauer von 60 bis 70 Minuten und setzt bewusst auf Nachhaltigkeit: Es wird keinerlei Technik verwendet – keine Mikrofone, keine Lichtanlagen. Dadurch ist ein schneller Auf- und Abbau der Requisiten ohne zusätzliches Personal möglich. Nach etwa 300 Aufführungen ist das Stück so optimiert, dass es nahezu überall aufgeführt werden kann.
Einzigartigkeit und Hintergrund
„The Circle of Nature“ ist eine einzigartige Mischung aus Performance, klassischem Sprechtheater, Straßentheater und improvisierter Show. Die Bühnenfigur probt ihren persönlichen Empedokles immer wieder im Dialog mit dem Baum – ihrem besten Freund und Symbol für die gesamte Natur.
Zur Geschichte: Empedokles lebte vor etwa 2.500 Jahren auf Sizilien. Der Legende nach stürzte er sich in den Ätna, stieg als Silberwolke in den Himmel auf und „verteilte“ sich – quasi in homöopathischer Dosis – global und für alle Zeiten. Empedokles ist nun in allem und überall enthalten, wie heute Plastik in den Weltmeeren oder Abgase in der Luft. Im Sommer 1797 griff Friedrich Hölderlin diese Legende auf, scheiterte jedoch am Werk „Der Tod des Empedokles“. Hölderlins Drama bildet die Grundlage meiner Inszenierung – eine fulminante One-Man-One-Baum-Show, die gleichermaßen mitreißend, klarsichtig, humorvoll und absurd ist.